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Über

Was ist es, das einen Künstler antreibt? Bei Timm Scharge ist es die Faszination für gemächliche Veränderung und damit verbunden, die Zeichen der Zeit. Welches Material könnte da geeigneter sein und dies schöner zeigen als Holz? So ist dieser natürliche Rohstoff die Substanz seiner Kunst, jede Skulptur wird dabei ein Unikat. Er nutzt die natürlichen, bereits gegebenen Strukturen und gestalterischen Wüchse und schafft daraus ästhetische Silhouetten, oft menschliche Körper. Dem Betrachter offenbart sich dabei eine Belebung der Formen der Natur, langsam gewachsen über die Jahre, von Timm Scharge liebevoll vollendet. Er arbeitet damit, was die Natur ihm schenkt. Arbeit mit, statt gegen die Natur, ganz im Einklang. Oft muss er sein ursprüngliches Vorhaben abwan​​​​​​​deln, dies gibt ihm aber auch die Chan​​​​​​​ce auf neue Erken​​​​​​​n​​​​​​​tnisse un​​​​​​​d beeinducken​​​​​​​de Skulpturen​​​​​​​, die mit ihren Energien beinahe ein​​​​​​​e Geschichte erzählen​​​​​​​ wollen. Die Liebe zum Werkstoff Holz ist das, was ihn​​​​​​​ antreibt und ihn jeden Tag aufs N​​​​​​​eue gestalten lässt.


 

 
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LEBENSLAUF

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BIOGRAFIE

 

 

1956 Timm Scharge wird in Halle geboren

Er ist der Spross einer Künsterfamilie, seine Mutter Gisela Grade arbeitet als Grafikerin, sein Vater Klaus Otto Scharge ist Bühnenbildner und Keramikkünstler.

1993 Praktikum in der Stiftung Dessau-Wörlitz

Als Abschlussarbeit im Schloss Mosigkau baut er eine Biedermeiervitrine, wodurch der Grundstein für seinen späteren Werdegang als Restaurator gelegt wird. 


1997 Die Arbeit als Künstler beginnt

Nach einigen Jahren als Restaurator sehnt sich Timm Scharge nach neuen Herausforderungen, vor allem aber nach neuen Formen. Die geschliffenen Ecken der Möbelstücke empfindet er plötzlich als zu eckig, zu rund, zu gleichmäßig und zu platt, die Formen als zu vorhersehbar. 

Die Arbeit mit der Natur
Timm Scharge findet seine Inspiration und gleichzeitig auch seine Rohstoffe in der Natur: Steine und Holz, groß, klein, lang, dick, dünn, meist mit schrundigen Ausbuchtungen, Verwerfungen und Rissen. Der Unterschied zum profanen Sammler? Genau diese Materialien mit "Schönheitsfehlern" sind es, die ihn anziehen. 

Folgende Formen sieht er immer wieder in seinen Funden: Menschliche Haltungen, überdehnte Gliedmaße, surreale Frauen und Männer mit schmerzverzerrten Gesichtern.

Timm Scharge sieht hin, wo andere vielleicht wegsehen. Sein Schaffen folgt immer dem selben Schema: Erst genau hinsehen, Formen und Gestalten erkennen, anschließend beginnt für ihn die Kunst: Die naturgeschaffenen Formen müssen dabei nicht nur mit den Augen inspiziert und untersucht, sondern vor allem auch gefühlt werden.

 

Für Timm Scharge ist es sehr wichtig, die Objekte anzufassen, die Furchen zu spüren, die Formen zu ertasten, dann zu sägen und den Stechbeitel zu nutzen, um das Überflüssige heraus zu holen.

Die Formen zu bearbeiten, zu schnitzen, zu schleifen – grob oder sehr fein.

 

Oft wird das Holz geglättet, manchmal bleibt die Struktur jedoch auch sichtbar, das Material bleibt dann schurfig, vielleicht auch rindig. Zum Schluss ölt Timm Scharge die Flächen oder fasst sie mit Acryl.. Ist das Werk jedoch nicht stimmig oder bricht an wichtigen, entscheidenden Stellen, dann kommt es in den Ofen.


Was danach noch steht, hat im doppelten Sinne überlebt.

 

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